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Edibles


Edibles, also mit Cannabis angereicherte Lebensmittel, sind eine beliebte Alternative zum Rauchen oder Verdampfen von Cannabis. Sie bieten eine diskrete, rauchfreie Möglichkeit des Konsums und sind in vielen verschiedenen Formen erhältlich – von klassischen Keksen und Brownies bis hin zu Gummibärchen, Schokolade und Getränken. Für viele Menschen sind Edibles eine angenehme Option, da sie keine Schäden an den Atemwegen verursachen und die Wirkung länger anhält als bei inhalativem Konsum.

1. Was sind Edibles?

Edibles sind Lebensmittelprodukte, die mit THC (Tetrahydrocannabinol), CBD (Cannabidiol) oder anderen Cannabinoiden angereichert sind. Das THC in Edibles wird durch den Verdauungsprozess in der Leber zu 11-Hydroxy-THC umgewandelt, einer Verbindung, die stärker und langanhaltender wirkt als das THC, das beim Rauchen direkt in die Blutbahn gelangt. Die Wirkung tritt in der Regel später ein als bei inhalativem Konsum, dafür kann sie jedoch intensiver und langanhaltender sein.

2. Wirkung und Einnahme

Da die Cannabinoide bei Edibles über das Verdauungssystem aufgenommen werden, dauert es in der Regel 30 bis 90 Minuten, bis die Wirkung eintritt. Der Höhepunkt der Wirkung wird häufig erst nach zwei bis drei Stunden erreicht und kann bis zu acht Stunden oder länger anhalten. Dies kann für Konsumenten, die sich eine langanhaltende Wirkung wünschen, vorteilhaft sein – allerdings ist Vorsicht geboten, da die verzögerte Wirkung oft dazu führt, dass Anfänger zu viel konsumieren und später eine sehr starke Wirkung erleben.

Vorteile der Edibles

  • Langanhaltende Wirkung: Die Effekte halten länger an, was besonders für medizinische Anwender vorteilhaft sein kann.
  • Diskretion: Da keine Rauchentwicklung entsteht, können Edibles diskret konsumiert werden.
  • Rauchfreie Alternative: Für Menschen, die ihre Lungen schonen möchten, bieten Edibles eine gesündere Alternative.

Mögliche Nebenwirkungen

Die verzögerte Wirkung von Edibles kann dazu führen, dass manche Konsumenten ungeduldig werden und zu viel zu sich nehmen. Dadurch kann es zu einer stärkeren, unkontrollierbaren Wirkung kommen, die von Schwindel, Übelkeit bis hin zu intensiven Angstgefühlen reichen kann. Es ist daher wichtig, bei Edibles besonders auf die Dosierung zu achten und mit kleinen Mengen zu beginnen.

3. Dosierung und Konsumempfehlungen

Die richtige Dosierung bei Edibles zu finden, kann eine Herausforderung sein, da die Wirkung individuell sehr unterschiedlich ausfallen kann. Einsteiger wird oft empfohlen, mit einer niedrigen Dosis von etwa 5-10 mg THC zu beginnen und sich langsam an die gewünschte Wirkung heranzutasten. Wer regelmäßig Edibles konsumiert, kennt meist die für sich ideale Dosis. Für Anfänger gilt jedoch: „Weniger ist mehr“. Es ist ratsam, nach der ersten Einnahme mindestens zwei Stunden zu warten, bevor eine weitere Dosis eingenommen wird.

4. Unterschiedliche Arten von Edibles

Edibles gibt es in vielen verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen. Sie sind eine flexible Option für den Cannabis-Konsum und können je nach persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen ausgewählt werden.
  • Backwaren: Brownies und Kekse gehören zu den Klassikern und waren lange Zeit die bekanntesten Cannabis-Edibles. Sie sind einfach herzustellen und lassen sich gut dosieren.
  • Gummibärchen und Bonbons: Diese kleinen Snacks bieten eine große Geschmacksvielfalt und sind besonders für unterwegs praktisch.
  • Schokolade und Pralinen: Schokoladen-Edibles sind nicht nur schmackhaft, sondern auch in verschiedenen Potenzen erhältlich, was eine gute Dosierbarkeit ermöglicht.
  • Getränke: Cannabis-infundierte Getränke wie Tees, Säfte oder Limonaden bieten eine spannende Alternative und wirken in der Regel etwas schneller, da die flüssige Form schneller vom Körper verarbeitet wird

5. Edibles und die rechtliche Situation

Die Gesetzeslage rund um Edibles variiert weltweit stark. In manchen Ländern und Regionen sind Cannabis-Edibles frei erhältlich, in anderen nur für medizinische Zwecke oder in lizenzierten Geschäften. In Deutschland beispielsweise sind Edibles nicht frei verkäuflich, da THC-haltige Produkte grundsätzlich unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. In einigen US-Bundesstaaten sind sie hingegen legal und können in lizenzierten Geschäften erworben werden.

6. DIY-Edibles: Herstellung zu Hause

Für Menschen, die in Regionen leben, in denen Cannabis legal ist, bietet sich die Möglichkeit, Edibles selbst herzustellen. Die einfachste Methode ist die Zubereitung von Cannabis-Butter (Cannabutter) oder Cannabis-Öl, das dann zum Backen oder Kochen verwendet werden kann. Hierbei ist jedoch besondere Vorsicht bei der Dosierung gefragt, da hausgemachte Edibles oft schwieriger zu dosieren sind als gekaufte Produkte.

Fazit

Edibles bieten eine vielseitige und diskrete Möglichkeit, Cannabis zu konsumieren, und sind besonders für Menschen attraktiv, die eine langanhaltende Wirkung bevorzugen oder den direkten Rauchkonsum vermeiden möchten. Es ist jedoch wichtig, die spezifischen Wirkungsweisen und die richtige Dosierung zu beachten, um ein angenehmes Konsumerlebnis zu gewährleisten. Edibles sind eine spannende Alternative, erfordern jedoch Geduld und Sorgfalt, um eine Überdosierung zu vermeiden und die Wirkung optimal zu genießen.